Wer heute eine bezahlbare Wohnung mitten in der Stadt sucht, sucht oft die berühmte Nadel im Heuhaufen. Unter den Preisen ächzen selbst die, die ganz gut verdienen. Wer wenig hat, wird an den (Stadt-)Rand gedrängt. Wir von Eden sorgen dafür, dass Mieten auch in den wachsenden Städten bezahlbar bleiben und Wohnungen nicht länger Mangelware sind. Wir setzen uns dafür ein, dass in den nächsten zehn Jahren eine Million dauerhaft günstige Mietwohnungen geschaffen werden. Mit einer robusten Mietpreisbremse entlasten wir Mieterinnen und Mieter. Den Erwerb von Genossenschaftsanteilen werden wir fördern.

In großen Städten, Ballungszentren und Universitätsstädten explodieren die Mieten. Weil die Miete nicht mehr bezahlbar ist, werden viele aus ihren Wohnungen verdrängt. Die Städte verändern sich: Die attraktiven Innenstädte sind mehr und mehr den Reichen vorbehalten. Arme, Studierende, Menschen mit geringem Einkommen, Rentnerinnen und Rentner werden verdrängt. Und auch für Menschen mit mittlerem Einkommen wird es eng! Immer mehr Anteile von Lohn und Gehalt müssen fürs Wohnen aufgebracht werden und fehlen an anderer Stelle. Die Angst, sich keine Wohnung mehr leisten zu können, verunsichert viele Menschen. Die Mietpreisbremse der Regierung ist wirkungslos: Sie hat die Explosion der Mieten nicht stoppen können. Der soziale Wohnungsbau ist weiter im Niedergang.
Die Mieten steigen, weil die Spekulation den Wohnungsmarkt erreicht hat: Das Kapital walzt durch die Städte. Nach der Finanzkrise und angesichts von niedrigen Zinsen suchen internationale Immobilienfonds und Finanzfirmen nach neuen Profitmöglichkeiten: Sie kaufen Mietshäuser und »modernisieren die Mieter heraus«: Die Bestandsmieten steigen, bei Neuvermietung oder Umwandlung in Eigentumswohnungen winken große Gewinne. Die Krise auf dem Wohnungsmarkt braucht entschlossene und schnell wirksame Maßnahmen. Es müssen Instrumente geschaffen werden, um überhöhte Mieten zu senken und Höchstmieten festzulegen.
Eden stellt die Interessen der Mieterinnen und Mieter in den Mittelpunkt. Wir unterstützen Mieterinnen und Mieter, die sich gegen Mietwucher und Verdrängung wehren! In den meisten Städten gibt es inzwischen zahlreiche Initiativen, die um ihre Häuser, ihren Stadtteil, die für das Recht auf Stadt kämpfen. Eden ergreift Partei für Mieterinnen und Mieter und ist Partnerin der mietenpolitischen Bewegung. Wohnen ist ein Menschenrecht, das nicht dem Markt überlassen werden darf.
Wohnungen in den wachsenden Städten, die bezahlbar sind und nah bei Jobs, guten Schulen und Kitas liegen, werden nicht nur in den Großstädten rar. Heute entscheidet die Frage, ob in der Nähe der Wohnung eine gute Schule oder Kita liegt schon früh darüber, ob Mohamed die gleichen Zukunftschancen hat wie Marie. Viele Familien mit Kindern, Menschen, die wenig verdienen oder Ältere mit kleiner Rente bangen um ihre Wohnungen. Oft müssen sie ihre lieb gewonnene Nachbarschaft aufgeben. Mancherorts müssen Mieterinnen und Mieter jeden dritten Euro ihres Nettoeinkommens allein für das Wohnen berappen. Bundesweit werden jährlich immer noch 70.000 Wohnungen zu wenig gebaut. Vor allem fehlt es an günstigen Mietwohnungen in den Städten und Ballungsräumen. Während mancher Landkreis verödet, suchen viele Menschen Arbeit, Chancen und ihr Glück in den großen Städten, die zu platzen scheinen.
Gleichzeitig unterstützt die Bundesregierung absurderweise Immobilienspekulanten, denn wenn sie Anteile an Immobilienpaketen – Share Deals – kaufen, zahlen sie keine Grunderwerbssteuer, während jede Familie, die die eigenen vier Wände erwirbt, zur Kasse gebeten wird. Dieses Steuerschlupfloch wollen wir abschaffen. Bezahlbares Wohnen in angemessenen Wohnungen ist für uns alle existentiell. Unsere Wohnungen dürfen keine Spekulationsobjekte sein. Wir sagen: Wohnungen müssen für alle bezahlbar bleiben. Das stärkt den sozialen Zusammenhalt. Uns von Eden geht es zuerst darum, dass Menschen mit kleinerem und mittlerem Geldbeutel bezahlbare Mietwohnungen finden. Außerdem unterstützen wir Familien mit kleinerem und mittlerem Einkommen dabei, einen Anteil an Wohnungsgenossenschaften zu erwerben. Wir Eden steht klar an ihrer Seite und setzen uns für den Schutz ihrer Interessen ein. Wohnen ist für uns Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

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