In Deutschland haben heute fast 43 Millionen Menschen Arbeit, so viele wie noch nie. Seit 2005 hat sich die Arbeitslosenquote nahezu halbiert. Für unsere Jugend gibt es heute ausreichend Ausbildungsplätze, die Jugendarbeitslosigkeit bei uns ist die niedrigste in ganz Europa.
Wir haben Rekordbeschäftigung, unser Arbeitsmarkt bleibt in Schwung. Das sorgt auch für soziale Sicherheit. Dank leistungsfähiger Wirtschaft und engagierter Menschen.

Dennoch wünschen sich Millionen Menschen in Deutschland höhere Löhne, sichere Arbeitsplätze, weniger Stress. Sie brauchen Arbeitszeiten, die mit einem Leben mit Kindern, Familien, Freundschaften und Freizeit vereinbar sind.
Die Realität sieht für viele anders auf: Arbeit bis zur Erschöpfung und ein Lohn, der kaum bis zum Monatsende reicht. Ein Viertel der Beschäftigten arbeitet in unsicheren, prekären Arbeitsverhältnissen wie Leiharbeit, Werkverträgen, befristeter Beschäftigung, Minijobs und Scheinselbständigkeit. Prekär Beschäftigte können das eigene Leben kaum planen und sich schlecht eine berufliche Perspektive aufbauen. Sorgen um die berufliche Zukunft und Dauerstress machen krank. Trotz günstiger wirtschaftlicher Entwicklung in Deutschland bleiben Niedriglöhne, Armut und mangelnde gesellschaftliche Teilnahme für die Mehrheit der Bevölkerung eine traurige Alltagserfahrung.

Dennoch hat sich auf dem Arbeitsmarkt einiges verbessert, aber es ist lange nicht alles gut. Viel zu viele Menschen haben unsichere oder schlecht entlohnte Jobs. Die meisten davon sind Frauen. Außerdem sind mehr als 2,6 Millionen Menschen arbeitslos, nahezu eine Million sogar länger als ein Jahr. Gleichzeitig erleben wir einen fundamentalen Wandel der Arbeit. Sie wird immer digitaler, mobiler und vernetzter. Wir von Eden wollen diese Entwicklungen fair für alle gestalten. Jede und jeder braucht eine berufliche Perspektive und soll unter guten Bedingungen arbeiten können.

Erwerbsarbeit ist für die meisten Menschen ein ganz zentraler Teil ihres Lebens. Sie stecken Energie, Lebenszeit, Können und Kreativität in ihre Aufgaben. Bei guter Arbeit wissen sie sich gebraucht und finden Anerkennung. Fast jede und jeder wünscht sich eine Arbeit, die finanziell absichert, die gut ins Leben passt, die erfüllt und Freude macht. Darin liegt die große Bedeutung der Erwerbsarbeit für unsere Gesellschaft. Deshalb sind Arbeitslosigkeit und ungerechte Löhne gefährlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Arbeitswelt soll es allen Bürgern ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben in relativem Wohlstand zu führen. Weil dieser Anspruch mit den Zielen der Wirtschaft nicht unbedingt deckungsgleich ist, muss der Staat einen angemessenen Ordnungsrahmen schaffen.
Dieser Rahmen darf diejenigen nicht zu sehr einschränken, die viel leisten können und wollen, und gleichzeitig diejenigen nicht aus dem Rahmen fallen lassen, die nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen. Die politische Gestaltung der Bedingungen des Erwerbslebens und aller Systeme, die den Erwerbslosen ausreichende Existenzbedingungen gewährleisten, gehört daher zu den bedeutungsvollsten Politikfeldern moderner Staatlichkeit.
Heute sind mehr Menschen erwerbstätig als je zuvor. Doch trotz guter Konjunktur haben weiterhin mehr als 2,6 Millionen Menschen keine Arbeit. Knapp eine Million von ihnen sind langzeitarbeitslos. Unter den Beschäftigten gibt es viele kleine Teilzeitjobs, Leiharbeit, Minijobs und Befristungen. Viele davon sind so unsicher, dass sie eine Lebens- und Familienplanung kaum möglich machen oder sie sind schlecht bezahlt und führen auf Dauer zu Armut im Alter. Prekäre und schlecht entlohnte Jobs werden sehr häufig von Frauen ausgeübt. Selbst, wenn sie gleichwertige Arbeit verrichten, werden Frauen im Durchschnitt schlechter bezahlt als Männer.

Soße: dieLinke, CDU, SPD, FDP, die Grünen

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